Wohnen

Eine freie Wahl- und Entscheidungsmöglichkeit des Aufenthaltsortes und der Wohnform ist ein wesentlicher Grundsatz der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Damit sich jemand frei entscheiden kann, braucht es eine Vielfalt an Wohnangeboten und eine auf den Menschen mit Behinderung individuell zugeschnittene Information und Beratung.

Das Netzwerk St. Josef bietet verschiedene Wohnmöglichkeiten an und legt insbesondere im Rahmen der KlientInnen-Aufnahme von der Erstanfrage bis hin zum tatsächlichen Einzug großen Wert auf eine entsprechende Begleitung und Beratung der Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen. Durch Beratungsgespräche, Schnuppermöglichkeiten, Kurzzeitbetreuung bis hin zu einer entsprechenden Planungs- und Vorbereitungszeit im Vorfeld des Einzuges wird sichergestellt, dass eine passende Wohnform gefunden wird und die Eingewöhnung für die Betroffenen sanft verläuft.

Allem voran sollen sich die KlientInnen bei uns wohlfühlen und sich frei entfalten können. Es ist uns besonders wichtig, dass sie ihrer Individualität in allen täglichen Dingen Ausdruck verleihen können, etwa in der persönlichen Gestaltung ihres Wohnraumes, bei der Essensauswahl oder in der Pflege ihrer sozialen Kontakte. Auch der Schutz der Privatsphäre jedes/jeder KlientIn ist ein wesentlicher Grundsatz, dem die MitarbeiterInnen verpflichtet sind. Die Atmosphäre ist von Offenheit und Herzlichkeit geprägt.

Mit Unterstützung des Instrumentes der Lebensstilplanung (LSP) werden gemeinsam mit dem/der KlientIn die persönlichen Ziele erarbeitet und in festgelegten Abständen evaluiert. Diese Ziele bilden Schwerpunkte der Pflege- und Betreuungsplanung. Eine weitere Grundlage ist das Pflege- und Betreuungsmodell nach Monika Krohwinkel: die Aktivitäten des täglichen Lebens und existentiellen Erfahrungen.

Vielfalt im Tagesablauf

In den Wohngruppen verbinden sich Alltag, Pflege, Pädagogik und Therapie. Der Alltag wird als lebenspraktisches Arbeitsfeld bewusst gestaltet mit Konzentration auf optimale Pflege, individuelle Förderung, Zeit für Erholung und Freizeitaktivitäten.

Der innovative Ansatz liegt insbesondere darin, den häuslichen Alltag in den Wohngemeinschaften mit Aktivität und Mobilisation zu erfüllen und Aktivitäten tagtäglich einzubauen. Dies kann auf vielfältige Weise gewährleistet werden: durch Gesang, Tanz und Spiel, Bewegungsgeschichten oder mittels einer Fülle an unterschiedlichen Materialien, die jeder Wohngemeinschaft zur Verfügung stehen.

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