Tag der offenen Tür für Bildungseinrichtungen

Im Rahmen des Jubiläums 125 Jahre Netzwerk St. Josef stand im Februar die Einladung zum Tag der offenen Tür für Bildungseinrichtungen am Programm. Drei Klassen der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Zams nutzten in Begleitung eines Lehrer*innenteams die Möglichkeit, sich vor Ort über die Begleitung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung zu informieren. Peter Stocker, BScN, Leitung Netzwerk St. Josef Ost, sowie zwei Klienten und eine Mitarbeiterin des Netzwerks St. Josef begrüßten die Gruppe im Festsaal. Anschließend erfolgte eine Aufteilung in geführte Erkundungsrunden durch die Einrichtung. Vorgestellt wurde dabei das Gartentherapeutische Arbeiten, die Werkstätte sowie die Basal inklusive Förderung (BiF). Klient*innen und Mitarbeiter*innen vermittelten zahlreiche Eindrücke. Von der Herstellung verschiedener Produkte bis hin zu individuellen Formen der qualitätsvollen Lebensbegleitung von Menschen mit Behinderung. Klient*innen erzählten dabei aus ihrem Wohnalltag im Netzwerk St. Josef, führten durch die tagesstrukturellen Bereiche und erklärten wie dort gearbeitet wird. Dabei zeigten sie auch ihre individuellen Talente und Fähigkeiten, etwa mit einem Ständchen an der Mundharmonika oder dem Präsentieren von selbst hergestellten Erzeugnissen.

Ein Teil des Programms führte auch in die große Dauerausstellung „Vom St. Josefsinstitut zum Netzwerk St. Josef“ – Eine Entwicklungsgeschichte über 125 Jahre. Die Schau umfasst mehrere Räume und Bereiche, die thematisch gegliedert sind. Zahlreiche Objekte, Bilder, Texttafeln, eine Zeitschiene sowie Kunst und Installationen liefern einen eindrücklichen Rückblick auf den Wandel von Mensch und Zeit in einer von Tirols größten Einrichtungen für Menschen mit Mehrfachbehinderung, die von den Barmherzigen Schwestern von Zams geführt wird. Für die Schüler*innen war es eine spannende Erfahrung, die ein weites Themenfeld berührte und Höhepunkte in der Geschichte des Hauses ebenso aufzeigte, wie die dramatischen Ereignisse während des Nationalsozialismus, auf die sich ebenfalls ein Ausstellungsraum bezieht.

Die Schüler*innen zeigten großes Interesse, stellten viele Fragen und regten dadurch auch konstruktive Diskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen an – etwa wie Inklusion in Kindergärten und Schulen umgesetzt wird oder welche Bezeichnungen und Worte im sensiblen Sprachgebrauch eingesetzt werden sollen. Peter Stocker zeigte sich begeistert vom Verlauf des Tages: „Es war beeindruckend, wie gut die jungen Menschen informiert sind und wie gezielt und sensibel sie mit dem Thema Behinderung umgehen. Für uns war der Tag etwas Besonderes und wir würden uns sehr über weitere Besuche von Schulklassen freuen – für Anfragen sind wir jederzeit offen!“

Das Jubiläums-Jahresprogramm können Sie hier einsehen.

Fotocredit: Christoph Nösig

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